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Veranstaltungen richtig versichern - Politische Risiken wie Terrorismus spielen eine wichtige Rolle

 

Aufgrund der jüngeren Ereignisse sowohl in Europa als auch in Deutschland sichern sich Veranstalter zunehmend über Versicherungen ab. Die Absicherung gegen politische Risiken nimmt hierbei eine immer wichtigere Rolle ein. Die angebotenen Deckungskonzepte sind aber kritisch zu prüfen.

Hamburg, 22.01.2016.  Die klassischen Risiken einer Veranstaltung sind „Ereignisse außerhalb des Einflussbereiches des Veranstalters“. Hierzu zählen insbesondere Feuer, Sturm, Hagel, Naturereignisse oder der Nichtauftritt gebuchter Künstler durch Krankheit, Unfall oder Tod. Diese Risiken sind meist mit standardmäßigen Veranstaltungsausfalldeckungen versichert.

Zusätzlich kann Versicherungsschutz für Terrorakte gegen den Veranstaltungsort, Streik, innere Unruhen, Absage durch Verfügung von Hoher Hand wegen Terrorgefahr, Attentaten, Erpressung, Epidemien, Seuchen und Nationaltrauer beziehungsweise Pietät abgeschlossen werden. Diese Bausteine werden nicht von jedem Versicherer angeboten und der Deckungsumfang muss auf die Bedürfnisse des Veranstalters beziehungsweise der Veranstaltung individuell abgestimmt werden. Dabei sind eine vorherige Risikoanalyse und für den Ernstfall ein funktionierendes Risikomanagement sehr hilfreich.

Insbesondere politisch motivierte Schäden werden zunehmen. Bereits eine ernsthafte Androhung gegen eine Veranstaltung – hierbei ist nicht entscheidend, ob es sich um die Olym-pischen Spiele, ein Konzert, eine Hauptversammlung oder Feuerwehrfest handelt – zu einer Absage durch verantwortliche Sicherheitsbehörden führen kann. Kein Verantwortlicher möchte sich später massiver Kritik aussetzen, eine nachweisbare Bedrohung nicht ernst genommen zu haben. Die bestehende Nervosität und Verunsicherung wird die Schwelle zur Absage von Veranstaltungen weiter sinken lassen, was große Risiken für die Veranstalter birgt, sofern nicht ausreichende Deckungen bestehen.
In Deutschland werden Sicherheitskonzepte für größere Veranstaltungen erstellt. Der Schutz der Menschen bei Großereignissen ist Pflicht. Diese Konzepte beinhalten nicht nur die Abwehr von Terror, sondern es geht auch um Rettungseinsätze bei Unglücken wie dem Einsturz einer Tribüne oder der Explosion in einer Chemiefabrik in der Nähe. Szenarien, auf die die Sicherheitskräfte vorbereitet sein müssen. Szenarien, die aber auch für kleine Veranstaltungen von großer Bedeutung sind.

Die DSE rät den Veranstaltern möglichst früh die Versicherungsverträge für Veranstaltungen abzuschließen, auch wenn diese erst geplant werden und erst Ende des Jahres oder im kommenden Jahr stattfinden. Die Prämiensätze für politische Risiken sind derzeit noch relativ stabil. Weitere Ereignisse könnten dies aber schlagartig ändern und Versicherungskapzitäten einschränken.



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